Brutverhalten von Blaumeisen und Kohlmeisen
Beobachtungsjahr 2009

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Aktuelle Bilder aus den Nistkästen

aktuelle Innenaufnahme aus dem Meisenkasten Nr. 1 aktuelle Innenaufnahme aus dem Meisenkasten Nr. 2 oder 3


März


Neuer Video-Kopf mit Autofokus
Speziell für Kohlmeisen, aber auch geeignet für Spatzen, wurde im Februar ein neuer Nistkasten an der Ostwand des Hauses montiert. Ein neuer Video-Kopf ermöglicht nun schärfere Bilder.

Erster Besuch 2009 im Nistkasten
Die Blaumeisen inspizieren die Nistkästen - hier eine der ersten Aufnahmen aus 2009

Blaumeise beginnt Nestbau
Pünktlich am 29.3.2009 (wie in 2008) beginnen die Blaumeisen mit dem Eintrag von Nistmaterial - vornehmlich Moos.


April


Kohlmeise scläft im Nistkasten
Mittlerweile ist auch der alte, noch mit einer schwarz-weiß-Kamera versehene Nistkasten besetzt. Eine Kohlmeise hat bereits Moos hineingetragen und benutzt den Kasten als Nachtquartier. Das Bild zeigt eine Aufnahmeserie (alle 5 Sekunden ein Bild) vom 01.04.2009 6:39. Die Kohlmeise wacht auf und verlässt den Nistkasten.


Video:
Zwei Meisen füttern gleichzeitig
die frischgeschlüpften Küken.
Ende April ist es endlich soweit, die Meisenküken verlassen ihre Eihülle. Sofort nach dem Schlüpfen beginnen die Meiseneltern mit dem kooperativen Füttern. Leider ist die Videoaufnahme ohne Ton.

Mai


Beide Meiseneltern füttern
Die Blaumeisenküken werden nun mit leckeren Maden vollgestopft. Zum Glück für die stets hungrigen Kleinen sind beide Meiseneltern aktiv: gleichzeitig sind beide im Nistkasten und füttern die Jungen.


Video:
Beide Meisen füttern die nun
schon größeren Küken
In neun Tagen sind die Kleinen ordentlich gewachsen. Und können so richtig den Schnabel aufsperren. Zudem plärren sie ohne Unterlass, hier ein Video mit Ton.

Altmeise frisst Erdnüsse kopfüber
Der Energiebedarf der Meiseneltern ist durch das Füttern von neun Küken enorm. Um den Bruterfolg zu erhöhen, wird in der Brutsaison durchgefüttert. Während im frühen Jahr das "Kraftfutter" weitgehend verschmäht wird, nehmen die Meiseneltern das zusätzliche Futterangebot in der Endphase des Brutgeschäftes gerne an. Der "Futterautomat" besteht aus eine Limoflasche vom letzten Frankreichurlaub, der Deckel ist aufgefräst und mit Blumendraht gitterartig verschlossen. In der Flasche befindet sich eine Mischung aus Erdnüssen, Sonnenblumenkernen und Hanfsamen, wobei die Meisen den Hanfsamen wohl nicht mögen. Eine Taube freut sich jedoch über das heruntergefallenen kleine Zubrot.
Spatzen haben mittlerweile auch gelernt, kopfüber an der Flasche zu fressen. Sogar Amseln haben die Technik bereits ausprobiert. Nur Grünfinken sind offensichtlich zu dumm: Trotz häufiger Beobachtung begreifen Se den Trick nicht und versuchen immer wieder, durch den durchsichtigen Flaschenkorpus an die leckeren Häppchen zu kommen. Meisen und Spatzen hingegen brauchen nur einen "Fehlversuch".


Füttern und Entsorgen von Kotpillen, Link zum Video
Video: Die bald flugfähigen
Küken werden im
Minutentakt gefüttert.
Während aus dem Kohlmeisenkasten kein Geräusch mehr dringt und die kleinen Kohlmeisen wohl schon ausgeflogen sind, bereiten sich die Blaumeisen auf den Endspurt vor. Das Video zeigt eine längere Sequenz, in der erst einmal nichts passiert, man jedoch außen die Warnrufe hören kann, da Nachbars Kampfkatze mit Namen Souflaki im Garten herumstreicht. Dann geht das Füttern Schlag auf Schlag weiter. Sehr schön zu sehen ist auch, wie von den Meiseneltern die Kotpillen abtransportiert werden.

Stand: 16.05.2009 Dr. Claus Brell
Prof. Dr. rer. nat. Claus Brell